Tipps für die Arbeit im Verein

Wie delegiert man richtig, um sich nicht als 
Einzelkämpfer zu fühlen?


Die Aufgaben eines Vereinsvorsitzenden sind vielfältig und meist sehr zeitintensiv. Unerledigte Aufgaben stauen sich dann meist bei ihm. Um diesen Phänomen vorzubeugen, sollte er delegieren und Aufgaben an andere Mitglieder oder Funktionäre abgeben. Er muss nicht alles selber erledigen. Vielfach haben Vereinsvorsitzende die Meinung, dass wenn etwas funktionieren sollte, sie das selber machen müssen. Doch eigentlich sollten sie „nur“ die folgenden drei Hauptaufgaben erledigen müssen:

# dem Verein als Motor dienen
# Visionen und Strategien für den Verein entwickeln
# Vertreter für den Verein nach außen wie auch nach innen sein

Tätigkeiten, welche aber außerhalb dieses Kernbereichs anfallen, sollte er auf alle Fälle delegieren. Um effektiv delegieren zu können, müssen aber Vorbereitungen getroffen werden. Es muss ein Überblick über alle Aufgaben geschaffen werden und dann sollte der Vereinsvorsitzende entscheiden welche er davon delegieren kann und möchte. Weiter muss festgestellt werden, welche Fähigkeiten zur Erledigung der Aufgabe nötig sind und welches Vorstandsmitglied oder einfaches Mitglied diese Fähigkeiten hat. Das Wichtigste beim Delegieren ist aber, dem Aufgabenübernehmer Vertrauen zu schenken. Er muss sich sicher sein, dass der Vereinsvorsitzende voll hinter ihm steht. 

Die folgenden Schritte sollen dem Vereinsvorsitzendem ein richtiges Delegieren ermöglichen:

# Festlegung des Endprodukts und/oder Ergebnisses
# Genauen Zeitrahmen fixieren
# Bestimmung der Anforderungen an die Aufgabe
# Ausarbeitung von Rahmenbedingungen für das Ergebnis oder Endprodukt in Zusammenarbeit mit dem Aufgabenübernehmer
# Der Vereinsvorsitzende darf sich nur auf das Ergebnis konzentrieren und nicht wie es dazu gekommen ist
# Übereinstimmung der Vorstellung des Ergebnisses seitens des Vereinsvorsitzenden und dem Aufgabenübernehmer
# Rechtliche Absicherung des Aufgabenübernehmers (Stellvertretung, etc.)
# Aus Fehlern, welche bei vorigen Projekten gemacht wurde, muss gelernt werden
# Vertrauen übermitteln
# Spezialwissen der einzelnen Vereinsmitglieder nutzen


Dennoch kann nicht jede Aufgabe delegiert werden. Die folgende Tabelle soll über delegierbare und nicht-delegierbare Aufgaben Aufschluss geben:

Leicht delegierbar Mit entsprechender Vorbereitung Nicht delegierbar
Routineaufgaben  Einzelprojekte  Führungsaufgaben
Spezialistentätigkeiten  Vorbereiten von Veranstaltungen  Vertrauliche Angelegenheiten
Gut vorbereitete Aufgaben – mit Hilfe von Checklisten Teilaufgaben  Bedeutungsvolle Aufgaben
Aufgaben ohne viel Abstimmungsbedarf     


Als Resultat einer produktiven Delegierung geht immer eine perfekte Teamarbeit heraus. Die Mitglieder werden motiviert, der Vorsitzende fühlt sich nicht mehr als Einzelkämpfer und neue Ideen verbessern das Vereinsklima, nach innen wie auch nach außen. 


 

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